Spielbericht RWB - Südeifel 2 2:2 (0:1)


¼ der Saison ist gespielt und wir haben mit 13 Punkten füngf mehr als letztes Jahr am 6. Spieltag.


Heute haben wir ein furchtbar nervöses Spiel gesehen. Wir hatten uns vorgenommen den Gegner von Beginn an zu pressen, damit zu Fehlern zu zwingen und dann schnell das Führungstor zu erzielen.

Es hätte gelingen müssen, doch Tobi vergab nach 3 Minuten, Toschi nach 10 und 14 Minuten jeweils eine 100% Einschusschance frei alleine vor dem Tor.


Diese Fahrlässigkeit führte zu einem sich immer wohlender fühlenden Gegner, der die Abstimmungsprobleme und die unzähligen Fehlpässe im Mittelfeld nutzte um sich in der 20. Minute zum ersten Mal ernsthaft durch zu spielen. Die Folge mehrerer Fehler auf unserer linken Seite führte prompt zum 0:1.


Ab hier spielten wir zunächst besser, weil nicht mehr mit ganz so vielen langen Bällen. Dennoch kam nichts dabei rum. In der Halbzeit kam Roland, der eigentlich seine Grippe auskurieren wollte für Ari und Androsch ins defensive Mittelfeld für Marc v. Bonn. Bevor wir irgendetwas besser machen konnten, wie zum Beispiel mit schnellen Passfolgen auf kurze Distanz und dem Verzicht auf unnötige Fehlpässe, kam es zu einem der ganz wenigen Angriffe, eingeleitet wie alle anderen auch durch einen Fehlpass. Ein blinder langer Ball wurde von Jens in den Lauf des agilen Mittelstürmers gelenkt, dessen Flanke in dem viel zu weit vom Mann stehenden Marc einen dankbaren Abnehmer fand.

50 Minuten, zwei katastrophale Abwehrfehler, bis dahin keine Abstimmung zwischen Kette und Mittelfeld, keine Spielkultur – die erste Heimniederlage seit 3 ½ Jahren läutete sich ein.

Androsch sorgte zunehmend für etwas ruhigeren Spielaufbau, Toschi fand nun auch langsam ins Spiel und wir damit zu etwas wie einer Linie. Doch ein Tor wollte nicht fallen, weil das Abspiel in die Spitze zu ungenau, aber in jedem Fall immer zu spät kam. Anstatt direkt zu spielen, wurde immer wieder verzögert bis der Gegner stand. Tobi war agil, doch fiel er hier besonders auf.

Nun spielte nur noch eine Mannschaft, angetrieben durch den starken Martin auf links und den sich immer wieder einschaltenden Benny, sowie Androsch kamen wir hinten heraus über die Flügel immer wieder gefährlich vors Tor. Doch leider vergaben wir viele Chancen überhastet oder scheiterten am Pfosten, Latte oder am Keeper.

In der 75. Minute gelang Tobi nach einer misslungenen Abwehr endlich das 1:2 und von nun an gab es nur noch eine Mannschaft, eine Richtung. Jetzt wurde so gespielt, wie wir es uns zu Beginn vorgenommen hatten. Hinten Mann gegen Mann, immer wieder über die Flügel und etwas schneller als zuvor, was reichte um Südeifel mächtig ans wackeln zu kriegen. In der 82. traf Marco endlich, nachdem wir das 2:2 schon sooft auf dem Fuss hatten. Auch die letzten Minuten gehörten uns, doch ausser einer erneuten Vergabe einer sehr guten Chance kam nichts dabei heraus. Zwei Konter hätten uns beinahe noch den einen Punkt auch noch geraubt.


Fazit:

Wenn die Abwehr zu passiv (ängstlich) ist, falls das defensive Mittelfeld presst, entstehen Lücken, die direkt vor der Abwehr keine Mannschaft in dieser Gruppe ungenutzt lässt. Eigentlich war dieses Problem des defensiven Mittelfeldes abgestellt, doch heute war es wieder da. Das mag mein Fehler gewesen sein, da ich einen offensiven Beginn mit Pressing gefordert habe, doch beteiligte sich hier die Abwehr nicht. Da sahen die 6er dumm aus. Doch sie agierten trotz allem zu weit vorne.


Wenn das defensive Mittelfeld derart viele Fehlpässe spielt wie heute, ist es nur mit diesem extremen Laufaufwand möglich nicht zu verlieren. Wenn das offensive Mittelfeld und die Stürmer den Ball verschleppen, statt schnelles Passspiel aufzuziehen, dann sind wir vorne harmlos.


Läuferisch war dieses Spiel eine Spitzenleistung, doch spielerisch wie schon gegen Houverath eine Katastrophe. Die Abwehr ließ zwei Treffer zu die unnötig waren, aber insgesamt stimmte dahinten wenig zusammen.

Durch das Fehlen von Androsch, Sorgie und Roland führte zu nicht erahnten Schwierigkeiten. Die zweite Hälfte der zweiten Hälfte war dass was ich zu Beginn sehen wollte. Erst als es fast zu spät war, haben wir wirklich alles gegeben. Es scheint so, dass wir in manchen Spielen nicht den notwendigen Ernst haben, das rückt unser Ziel in weite Ferne. Nach Schönau, wo wir jetzt 3 Punkte holen müssen kommen noch 4 Spiele, die mir Angst machen, als dass in Schönau.




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