Spielbericht

Fazit

persönliche_Anmerkungen

Aufstellung

Einzelkritik



Spielbericht SV NöthenII – RWB 2:3

Am Donnerstag den 22.09.2005 fand das vorgezogene Meisterschaftsspiel des RWB bei der zweiten Mannschaft des SV Nöthen statt.

Vor dem Spiel wurde kurz besprochen wie wir das Spiel angehen wollten, einfach Ball und Gegener laufen lassen. Neu ins team kam Andreas Nolden für den zuletzt schwachen Torsten, Carsten Wischnewski nach seiner sehr guten Partie in Kalkar für Jörg.

Das Spiel fing gut an, es gelang den Ball schnell laufen zu lassen und über Bewegen den Gegner zum laufen zu zwingen. Ein deutlich agilerer Achim Brück sorgte für die nötige Ruhe im Mittelfeld und es sah nach einer klaren Sache aus als Carsten einen bereits verloren gegangenen Ball an der Eckfahne erlief und zu Achim passte, der in den Fünfmeterraum eindrang und herrlich auf MB ablegte, der einschob.

Weitere Möglichkeiten folgten, wurden doch zunächst nicht genutzt. Der Torwart der Nöthener lief zur Hochform auf und holte einen Mega-Hammer von Horst „Fritze“ Silaff aus dem Winkel. Das hätte in dieser Liga keiner ausser ihm hinbekommen.

Der Gegner kam in einer Ruhephase etwas besser in das Spiel, was sich auch in der von vielen unterschätzten C-Klasse nicht vermeiden lässt. Die erste Möglichkeit führte zum Tor, da Markus einen Ball unterlief, der als Freistoß hoch und weit vor das Tor geschlagen wurde. Klarer Fehler, aber wenn jemand Jahre nicht im Tor gespielt hat, kann das passieren. 1:1.

5 Minuten später wurde eine Flanke von rechts in den 16er geschlagen, die einmal verlängert und anschließend per Kopf ins Tor befördert wurde. Hier pennten alle, angefangen von Stefan Wenzel, der auf der Aussenseite den Ball verlor, statt diesen in der etwas hoffnungslosen Situation einfach zu klären, wie anschließend über den Rest der Abwehr, die halbherzig hinging.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit folgte eine 100%ige Chance für unseren Angriff, wobei es nicht gelang den Ball aus 3 Metern über die Torlinie zu bringen. -> Halbzeit.

Die zweite Hälfte zeigte jetzt einen RWB der hoch konzentriert und kampfstark aggierte. Natürlich waren da der ein oder andere Fehlpass, jedoch war die Laufbereitschaft stark erhöht und es wurde erstmals in dieser Saison um jeden Ball gekämpft. Die Chancen häuften sich. Es wurde jedoch zu wenig über die Aussen gespielt. Marco verletzte sich erneut, wodurch Jörg ins Spiel kam. Die Zeit veran, ohne das es dem Gegner gelang sich vom Druck zu befreien. Markus hatte bei einem langen Ball in den 16er den ersten Aussetzer, als er dem Stürmer den Ellbogen nachschlug und prompt gelb sah.

Nach 60 Minuten musste etwas passieren, Sebastian kam für Andreas, der platt war und Torsten für Herbert. Torsten hatte kurz danach die Riesenchance aus fünf Metern, schoß jedoch über das Tor.

Weitere Chancen wurden ausgelassen und es sah bereits nach Niederlage aus, als Markus erneut einen Ausraster hatte und plötzlich an der Mittellinie auftauchte. Alex beruhigte ihn und es gelang ihn ins Tor zurück zu bekommen.

Direkt danach fiel der lang ersehnte Ausgleich, ein langer Ball auf den 2. Pfosten und „Fritze“ schiebt schön halb hoch am Keeper vorbei ein.

Der Gegner war jetzt stehend K.O., stemmte sich aber mit Mann und Maus gegen die drohende Niederlage. Kurz darauf lag Torsten 30 Meter vor dem Tor und es entwickelte sich eine muntere Schlägerei, an der Markus, Alex und einige andere – natürlich auch Gegner beteiligt waren. In dieser Phase hatten wir Glück nicht ausser den 2 Punkten auch noch die halbe Mannschaft zu verlieren. Vor allem kostete es uns enorm Zeit, die wir eigentlich -wäre der Schiedsrichter nicht so leicht zu beeinflussen gewesen, nie und nimmer wiederbekommen hätten. Es dauerte ewig bis der letzte Zuschauer den Platz verließ (danke) und dann ging es weiter.

Jetzt als der größte Teil der Mannschaft auf 180 war und wir den Gegner im eigenen 16er einschnürten, kam es nur noch durch lange Bälle auf den letzten verbliebenen Stürmer für Gefahr, die Markus einmal durch Einsatz von Kopf und Kragen abwehren konnte.

Auf der anderen Seite ließen wir zeit verstreichen, besetzten die Mitte nicht und es begann die 10minütige Nachspielzeit. Carsten verletzte sich an der Aussenlinie, und anstatt aufzuspringen und raus zu gehen, lag er ca. 2 Minuten der kostbaren Zeit wegen einem Krampf auf dem Spielfeld – alles unsere Zeit.

Carsten Clev motzte das ganze Spiel mit seinen Mitspielern und jetzt mit dem Schiri -> rot – beim Stand von 2:2 – dumm, dumm!

99. Minute, die 25. Flanke in den 16er, diesmal von Cartsen Wischnewski auf den Kopf von Achim. Der Torwart macht den einzigen Fehler im ganzen Spiel und bleibt auf der Linie, Achim trifft den Ball genau und 3:2 !!! Damit hatte niemand mehr gerechnet. Trotzdem hochverdient und alles in allem gar nicht schlecht.



Fazit:

Es wurde zu Beginn der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. Der Ball lief und der Gegner hatte keine Chance. Dann dieses unglückliche 1:1 und anschließend der Bruch im Spiel, das 1:2 war die Folge von zu spätem Abspiel auf der linken Mittelfeldseite und zögerlichem Verhalten in der Abwehr. Der Libero war nicht da wo er hin gehört ....

Die zweite Halbzeit wurde stark gekämpft und wäre die Aussetzerserie von Markus nicht gewesen, wäre es für den jetztigen Zeitpunkt das beste gewesen, was wir bislang gespielt haben. Das es dabei nicht zu Toren kam lag an der nicht konseqenten Besetzung der Positionen, insbesondere im Sturmzentrum.

Es fehlt einfach an Disziplin bei den Stürmern, die Mitte muss besetzt sein, Carsten läuft mehr drum herum – vielleicht weil er sich weh tun könnte ? Andreas, der dafür vorgesehen war nur das Zentrum zu besetzen ließ sich zu weit zurück fallen. Alle Tore fielen im Bereich des Fünfmeterraums. Wenn sich dort keiner aufhält, fällt auch keins.

Weiterhin fiel das 1:0 über feine Laufarbeit von Carsten über Aussen, das 3:2 ebenfalls über Aussen, die Aussenbahnen müssen besser, also konsequenter besetzt werden, der Ball IMMER schnell gespielt werden – vor allem über die Aussenbahn. Es werden immer noch zu viele Bälle verloren, weil nicht auch mal nach aussen oder hinten herum gespielt wird, sondern gerade bei den Wenzels immer wieder durch die Mitte. Die Aussen ziehen zu schnell nach innen. Alles in allem fehlt uns die Geduld, auf unserer Position zu warten und uns dort durch ständige Bewegung anzubieten.



PERSÖNLICHE KRITIK:

Was mir richtig auf den Zeiger geht ist jedoch nicht, dass wir Fehler im Stellungsspiel machen, das wird besser werden, sondern dass einige derart über ihre Kollegen motzen, sich permanent beklagen nicht angespielt zu werden, Mitspieler beleidigen, dass ich mich frage mit welchen Idioten ich zu tun habe.

Nur als geschlossene Mannschaft können wir etwas erreichen, einige glauben aber Sie selbst seien das wichtigste in diesem Spiel. Das kotzt mich an! Statt zu quatschen und permanent etwas zu machen was sie gar nicht sollen und auch nicht können, bringen Sie unnötig Unruhe in das Spiel. Jeder sollte darüber nachdenken ob er wirklich der König von Billig ist, oder ob er Bestandteil einer Mannschaft sein will.



Was ich noch schockierender finde ist die Art wie von aussen Unruhe und Hektik, Schiedsrichterbeleidigungen und permanente Kritik an einer Mannschaft geäussert wird, die gerade erst zusammenfindet. 22 Spieler wurden in fünf Partien eingesetzt. Es wird ein anderes System gespielt, es wurden mit Horst, Sven, Alex, Sebastian, Andreas, neue Spieler mit Potential eingebaut. Von aussen gibt es nur Kritik, die Spieler werden derart unter Druck gesetzt, dass es für jemanden der gerade mal 2 Jahre Senioren spielt kaum noch möglich ist sich in Ruhe zu steigern. Das was draussen gemacht wird, wird am Spiel der Mannschaft kritisiert.

Ein Mitglied des Betreuerteams kommt bereits “hochvoll“ in Nöthen an, bei der Prügelei rennen wie beim Aufstiegsspiel viele auf den Platz.

Wer glaubt der Mannschaft und der Zukunft des RWB so einen Gefallen zu tun, der irrt. Die Stimmung und die Euphorie, auch die Lautstärke des Publikums ist einfach geil, jedoch sollte sie sich nicht gegen die eigene Mannschaft wenden, sondern sie unterstützen.

Zuschauer sollten von anderen, 'vernünftigeren' gehindert werden auf dem Platz zu laufen. Die Disziplin der Mannschaft kriegen wir irgendwann hin, jedoch wird es durch solche Beispiele nicht einfacher. Also steckt auch hier Luft nach oben !!!



Aufstellung:

Markus Clev (nicht zu benoten – aber eine 4 wegen der Rettungstat am Schluss)

Horst Silaff (3)

Alex Koser (2), Marc Ludes (2)

Stefan Wenzel (3), Carsten Wischnewski (2), Achim Brück (2)

Herbert Ludes (3, Torsten Wenzel (3)), MB (3, 50. Jörg Euenheim (4)) ,

Andreas Nolden (4, 65. Sebastian Bunert (2)), Carsten Clev (4)



Einzelkritik:

Markus Clev

Das nennt man einen rabenschwarzen Tag, zunächst die Übersicht und dann die Kontrolle verloren. Beim ersten Gegentreffer indisponiert, beim zweiten zögerlich, danach rettet er zweimal sehr gut. Schockierend ist jedoch das Markus lieber seinen Nerven freien Lauf lässt, anstatt an seinem sauschlechten Image zu arbeiten. Ich finde es sehr schade, wie er sich präsentiert hat, gerade weil ich mich für ihgn einsetze.



Horst Silaff (3)

Heute, bis auf das Tor sehr undisziplinierte und unkonzentrierte Leistung. Wäre er vor dem 1:2 auf seiner Position gewesen, wäre es nicht gefallen. Die vielen Fehlpässe zeugen davon, dass wir alle nach einer Führung jegliche Fesseln fallen lassen.



Alex Koser (2)

Ein Lichtblick, in der zweiten Halbzeit vollkommen aufgetaut, jeden Zweikampf gewonnen, gut nach vorne gespielt.



Marc Ludes (2)

Der Prüfungstag hinterliess seine Spuren in der ersten Halbzeit, danach wie mittlerweile immer sehr stark.

Stefan Wenzel (3)

Wäre eine gute Leistung gewesen, wenn er nicht permanent 'gemault' hätte. Das nervt. Trennt sich zu spät vom Ball, schießt aus aussichtsloser Lage, alles zu verbessern – allerdings nach hinten sehr stark im ablaufen von Bällen. Er benötigt jedoch mehr Konzentration und Ruhe – vor allem mit dem Mund.

Carsten Wischnewski (2)

Gutes Spiel, nach hinten und nach vorne. Ruhig, spielfreudig – so muss es sein.

Achim Brück (2)

Hat seine Führungsaufgabe heute sehr gut umgesetzt, in der ersten halben Stunde als Spielmacher und Vorbereiter, danach abgetaucht um in der 99. wieder mal alles für uns zu entscheiden.

Herbert Ludes (3)

Herbert war sehr um den Spielaufbau bemüht, jedoch wurde er zu oft nicht von den blind nach vorne spielenden Stürmern angespielt um dieses in ein geschickteres Offensivspiel umzusetzen. Mann sollte ihn öfter anspielen – würde unserem Spiel gut tun.

Torsten Wenzel (3)

Kam spät, lief viel, sorgte – leider in jeder Hinsicht – für Unruhe. Spielt immer noch zu spät ab, läuft immer noch in den Mann, war aber sehr laufstark auch nach hinten, daher eine 3

MB (3)

Tor gemacht, gut mitgespielt, doch seit Wochen nicht im Vollbesitz seiner Kräfte – daher eher unauffällig bis zu seinem Tor.



Jörg Euenheim (4),

kam für MB und war noch unauffälliger, machte aber auch nix falsch.



Andreas Nolden (4)

War sehr bemüht, aber er hielt sich nicht an seinen Auftrag die Zentrale konsequent zu besetzen. Versuchte sich als Mittelfeldspieler (soll er nicht), verwickelt sich in Laufduelle (soll er nicht), statt den Ball zu sichern und auf den nachrückenden Mittelfeldteil zu warten. Andreas hat Potential, kann Fussball spielen, muss aber noch ins Team und seine Aufgabe finden



Sebastian Bunert (2)

kam für Andreas, spielte Links offensiv und machte fast alles richtig. Die Flanken kamen nicht alle, aber vom Ansatz her eine sehr gute – vor allem mannschaftsdienliche Leistung. Ertrug auch schlimmste Beleidigungen von Carsten C. ohne Murren.



Carsten Clev (4)

Ein gutes Spiel, ein weiteres gutes Spiel, ein guter Beginn, danach nur noch durch unsinnige Kommentare, Beleidigungen, gemoser allgemein und seine rote Karte aufgefallen. Wäre er konzentrierter zur Sache gegangen, ohne sich permanent aufzuregen – hätte mit Geduld die Räume für Angriffe durch Laufarbeit wie zu Beginn geschaffen, wäre es nicht so eng geworden. Verbesserungsfähig.





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Thomas Aufdermauer @25.9.2005 21:20:33 ?>

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