Spielbericht Testspiel TuS Ülpenich – Rot Weiß Billig 2:1


Am Sonntag dem 22.01.2006 begann die Rückrundenvorbereitung mit einem Spiel in Nemmenich gegen Ülpenich.


Vor dem Spiel besprachen wir nochmals die Aufgaben der einzelnen Positionen und wer diese anschließend besetzen sollte. Zu Beginn des Spiels war deutlich ein viel zu hoher Respekt unsererseits zu verspüren. Wir beschränkten uns darauf den Gegner zu stören ohne mit Spielfreude aktiv einzugreifen und unser Spiel zu forcieren.


Nach etwa 15 Minuten kamen wir besser in Fahrt und übernahmen langsam das Kommando. Der Gegner geriet leicht in Unordnung und offenbarte gravierende Abwehrfehler. Auf Nachfrage zeigte sich der Grund für diese etwas holprige Spielweise des Gegners. Ülpenich übte eine besondere Variante, die ich sehr interessant finde, jeder Spieler musste auf mehreren Positionen spielen, um das Verständnis für seine Mitspieler zu verbessern.


Nutzen konnten wir diesen Umstand jedoch aufgrund unserer katastrophalen Chancenverwertung nicht. Nach etwa 30 Minuten verlor der Gegner einen Spieler durch eine rote Karte, die etwas hart war. Ab da waren wir Chef auf dem Platz.


In der zweiten Halbzeit wechselten wir unser Mittelfeld einmal kurz durch und es spielten dann auch bei uns viele auf ungewohnten Positionen. Vor allem wurden auf den Aussenbahnen Fehler gemacht, die leicht abzustellen sind, wenn ein wenig mehr Verständnis und Kondition zusammenkommen. Das 0:1 war ein Eigentor, dass durch eine kollektive Tiefschlafphase im Abwehrzentrum zustande kam. Ein hoher Ball von der linken Seite des Gegners wurde nicht mit der nötigen Konsequenz angegangen, weil Uneinigkeit herrschte, wer den nun zuständig sei. Es war eine Stunde gespielt, und bis dahin waren wir gleichwertig. Danach verließen die Offensivspieler die Kräfte und die ohnehin schon zögerliche Mitarbeit bei der Balleroberung ging gegen Null. So kam der Gegner nun besser ins Spiel und wir hatten nur noch Konterchancen, aber richtig gute. Eine nutzte CC in der 80. zum 1:1 nach einer Passstaffette im Mittelfeld und einer abschließenden Einzelleistung. Dann wollten wir zuviel und rückten mit zu vielen Spielern vor und bekamen dann doch noch dass 1:2.


Fazit:

Das Spiel hat gezeigt, dass wir vom Spielerpotential her mithalten können, auch dass wir weiter Fortschritte machen was unser Defensivverhalten angeht. Jedoch waren mehrere kleine Fehler zu beobachten, an denen wir intensiv arbeiten müssen.


a) Die Offensiven Mittelfeldspieler sind keine reinen Stürmer. In der zweiten Halbzeit war der Mittelstürmer immer wieder gezwungen für die Aussen in die Breche zu springen. Anstatt sich bei Ballverlust auf die Ausgangsposition zu begeben, wurde einfach stehen geblieben und mehr oder minder mit drei wartenden Spitzen gepielt. Wenn dann mal der Weg zurück angetreten wurde, war der Weg vorn wieder zu weit! Beim Konter über links oder rechts auf der anderen Seite an der Mittellinie stehen zu bleiben, statt die Spitze zu besetzen ist ein kastrieren der Angriffsbemühungen. Als Folge sind unnötige Ballverluste unvermeidlich, weil alle Abwehrspieler sich auf geringem Raum um die ballführenden kümmern können. (Dazu mehr beim Training)


b) Die defensiven Spieler im Mittelfeld, verließen zu oft Ihre Position, weil der Gegenspieler die Seite wechselte. Die dadurch geöffnete (weil verlassene) Seite wurde prompt als Angriffseite genutzt, wodurch die Abwehr in arge Bedrängnis kam. Richtig wäre gewesen, dass die Position gehalten wird, und der Gegenspieler an die Mitte übergeben wird. Ensteht dort Unterzahl wird die komplette Reihe um 20 Meter zu dieser Seite verschoben und der „alleingelassene“ Aussen übernimmt den ihm am nächsten innen stehenden Gegner.


  1. Wenn z.B. der Libero nach vorne geht (5) muss der zentrale Defensive (6) sich fallen lassen um die Mitte wieder zu schließen.


  1. Wenn der zentrale Defensive (6) vorrückt, müssen die beiden defensiven Aussen jeweils um 20-25 m einrücken um die Linie mit 2 Mann wieder zu besetzen.

Alles in allem war es aber ein gutes Spiel. Die Abwehr hat gut funktioniert, wobei Stefan einen sehr guten flexiblen Libero spielte. Marc und Alex wie gewohnt stark und Carsten Wischnewski sehr stark auf seiner Seite. Benny spielte zum ersten Mal 90 Minuten in dieser Saison und machte seine Sache gut. Jörg spielte ebenfalls stark, so lange er konnte :).

Vorne war zu erkennen, wo es hin gehen soll. Es fehlte noch etwas an letztem Verständnis für den Mitspieler und etwas an Spritzigkeit und es wurde mehrmals etwas geschlafen.


Die kleinen Fehler werden wir in der Vorbereitung abstellen und dann kann man sehr zuversichtlich sein.






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