Spielbericht FC Rheinbach 2 – RWB 2:3


Das war eine Frechheit, was in der ersten Halbzeit geboten wurde. Mit Ausnahme von Markus Clev erreichte keiner Betriebstemperatur.

Wir gingen von der ersten Minute an auf Distanz zum Gegner, jeder mindestens 5 Meter. Rheinbach kombinierte durch unsere Reihen als ob wir nicht da wären. Die Außenmittelfeldspieler liefen in Stürmerposition rum, das defensive Mittelfeld fand nicht statt.
Bei Ballverlust - und das waren unglaublich viele, wurde nur sporadisch nachgesetzt. Die Manndecker fanden ihre Gegner nicht. Also war das Spiel gegen den Ball in den ersten 45 Minuten gar nicht vorhanden.
Nach vorne ging ebenfalls nichts, weil es im Mittelfeld keine Ordnung gab, die Abwehrspieler schon den ersten Pass nicht anbrachten und es keinerlei sinnorientierte Bewegung gab.
Carsten C. kam für Carsten W. und Mätti zurück ins defensive Mittelfeld. Jan wurde aus der Mitte auf aussen gegen Stefan getauscht, in der Hoffnung, dass die beiden neuen zentralen Spieler nun das Spiel in den Griff bekommen. Weit gefehlt.
Nächster Versuch: Jörg nach links und Marco auf die rechte Mittelfeldseite, wobei Herbert für Jan kam, der wie Carsten W. heute nicht stattfand.
Mätti und Stefan überboten sich in der Öffnung von Freiräumen für die Gegner. Gingen in einem Abstand von 5 Metern nebeneinander oder hintereinander nach vorne, ohne auf Absicherung nach zu achten, geschweige den eine Absicherung für die anderen aufzubauen. Wozu auch, Weltmeister brauchen das ja nicht. Torsten kämpfte, aber spielte unglücklich. Hinten ging gar nichts mehr.

Hätte Mäx nicht einen super Abend gehabt, wären wir mit 4 oder 5 Gegentoren in die Kabine gegangen.

Keiner hielt seine Position, keiner ging auf den Ballführenden, oder wenn, dann alle. Bambinifussball. Die Abwehrspieler fanden weder Gegenspieler noch Position. Achim reihte sich nahtlos ein. Keiner ordnete, keiner sprach (ausser Gemotze) mit dem Nebenmann. Jörg hatte verschieben und um den Ball kämpfen noch nie gehört. Herbert und Carsten hingen in der Luft, dahinter ein Loch von 30 Metern, dann noch eins, und dann ganz viele.


Halbzeit:

Fritze für Achim

Andre für Jörg


Was nach meinem Tobsuchtsanfall gesprochen wurde weiß ich nicht. Die nächsten 30 Minuten wurden besser und der Gegner kam kaum noch zur Entlastung. Stefan schaffte es den Spielmacher etwas enger zu nehmen und solange der das tat, lief das Spiel für uns. Leider schaffte er das nur 30 Minuten, Mätti war sich dafür zu schade.
Marco machte nach Fehler von Sven, der heute dem Gegner aushalf, ein Kopfballtor zum 1:2. Ein Elfer durch Marco zum 2:2. Carsten zum 3:2. Einige schöne Angriffe folgten.


Die letzten 15 Minuten waren dann wieder fast wie in Hälfte 1. Anstatt den jetzt müden Gegner auszuknocken, ließen wir in der Mitte erneut nach und das Spiel ging wieder an Rheinbach. Fritze musste mehrer Aktionen entschärfen, da hinten immer noch fast kein Zweikampf gewonnen wurde, sobald der Gegner schnell spielte. Stellungsfehler und mangelnde Konzentration in fast jeder Defensivbewegung, sowie absolute Disziplinlosigkeit im Mittelfeld und der Manndecker, brachten fast noch den Ausgleich.

Wie in der zweiten Halbzeit gegen Wißkirchen. Erneut keine Laufbereitschaft, kein Dreieckspiel, keine Bewegung ohne Ball. Fehlpässe ohne Ende.


Fazit: Gegen einen Gegner, gegen den 30 Minuten normaler Einsatz reichen, war dass VIEL zu wenig. SO SCHAFFEN WIR GAR NICHTS!

Wir haben gespielt wie Schwuchteln auf dem Egotrip. So gewinnen wir gar nichts, ausser dem Trostpreis. Den können wir ja neben den vom letzten Jahr stellen.

Ich bin maßlos entäuscht über die Selbstorganisation, die Laufbereitschaft, aber noch mehr über die absolute Disziplinlosigkeit. Nur 30 Minuten Teamgeist und Kampf sind 60 Minuten zuwenig. Einige treten auf als sei ihnen alles scheißegal. Prima, merk ich mir, falls ich nicht restlos die Lust verliere an so einem Verhalten. Die F-Jugend zeigt mehr Einsatz und Disziplin. Ich erwarte bei jedem Trainng oder Spiel bedingungslosen Einsatz, von jedem. Wer keine Lust darauf hat, soll zu Hause bleiben - dann ist mir die Zeit zu schade.

Spieltechnisch sind wir nicht in der Lage mitzuhalten. Taktisches Verhalten wird abgelehnt. Wenn wir nicht kämpfen über 90 Minuten, durch laufen unsere und die Fehler unserer Mitspieler ausbügeln, sind wir es nicht Wert aufzusteigen – was sollen wir da.



Sven Bouderath

hielt ordentlich, blieb aber zu oft auf der Linie kleben, wirkt geistesabwesend wenn der Ball 40 Meter weg ist. Hohe Bälle – klares Manko (4 wegen dem Fehler=Gegentor)


Mäx

heute die beste Leistung im Tor in dieser Saison. Fehlerlos gespielt. (2)


Marc

Nach vorne passabel, aber nach hinten eine 5, erste Halbzeit eine 6 – Gesamtnote 5

Benny

s.o. (5)


Achim

Fehlpässe, keine Ordnung geschaffen, die letzten 15 Minuten waren etwas besser, dennoch gemessen am Können eine (5)


Fritze

Sicher hinten, auf Absicherung bedacht. Stark im Zweikampf, ganz wenig Fehler. (2)


Mätti

ganz blass, mehr mit diskutieren als mit Fussball beschäftigt. Erste Hälfte 6, zweite 4 -> (5)


Stefan

bemüht, aber völlig überhastet. Zu unruhig, entweder mit Ball in den Gegner, am besten gleich 2, oder bei Platz in die Wolken. Wie Mätti zuviel gemotzt anstatt die Konzentration auf die eigene Leistung zu legen. 30 Minuten mit einer 2, 60 Minuten 5 -> (4) (mit viel gutem Willen, wegen des höheren Einsatzes gegenüber Mätti)


Jörg

fand gar nicht statt. Kein Kampf, keine Position, kein Einrücken, kein Freilaufen, unbeteiligt bei gegnerischem Ballbesitz -> (6)


Carsten W.

In der Mitte zu Beginn völlig überfordert. Attribute wie Jörg – gleiche Note (6)

In der letzten viertel Stunde etwas besser, aber nicht auffällig


Jan

reagiert nur auf heftiges Brüllen der Mitspieler oder dem Trainer, wie auch beim Training. Konnte durch nichts überzeugen -> (6)


Torsten

bemüht, laufstark, unglücklich (4)


Marco

2 Tore, ein Elfer verursacht (wenn auch fraglich), bemüht (2)


Herbert

Nachdem er auf dem Platz war, wurde das Offensivspiel etwas besser. Kann beissen, läuft viel für andere, die 25 ! Jahre jünger sind. (3)


Carsten Clev

bemüht, leider immer noch kraftlos. Deshalb oft zu wenig Übersicht. Tor gemacht, aber auch viele Bälle verloren. Nach hinten sehr wenig, am Schluss kein Angriff mehr auf den Gegner möglich. (3)

Andre Clev

bemüht, leider direkt nach der Ansprache nicht linker Stürmer zu spielen wieder direkt auf dem Weg nach vorne. Beratungsresistent! Nach ein paar Minuten verletzt. Spielerische Defizite zumindest durch Kampf und die ständigen Stellungsfehler durch laufen versucht in den Griff zu bekommen. (4)  




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